Termin

3. Februar 2008, 17 Uhr in der Neustädter Kirche

Ausführende

Anna Gann, Sopran / Manuel König, Tenor / Michael Jäckel, Bass /
Kammerorchester St. Johannis, Kantorei St. Johannis
Leitung: Lothar Mohn

Orgel: Martin Zingerling

Predigt: Propst Klaus Funke

Kantate im Februar 2008

Schneelandschaft

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit

Zur Jahresmitte 1724 begann Bach mit der Komposition seines zweiten Kantatenjahrgangs, eines Zyklus von Choralkantaten. Kirchenlieder, die der Gemeinde vertraut waren, wurden vom Thomaskantor - zum Teil nach umgedichteten Texten - als Chöre, Rezitative und Arien gestaltet.

Besetzung

Sopran-, Tenor- und Baß-Solo

vierstimmiger gemischter Chor

Horn

Oboe I, II

Violine I, II

Viola

Basso continuo

Die Kantate auf Luthers Lied "Wär Gott nicht mit uns diese Zeit" (BWV14) hat Bach 1735 für diesen Zyklus nachkomponiert; er zeigt darin eine Kunstfertigkeit, die auf die kontrapunktischen Qualitäten der "Kunst der Fuge" vorausweist. Zum anderen ist eine ungewöhnlich anspruchsvolle solistische Hornpartie zu hören: Das Horn konzertiert hier gleichberechtigt mit dem Solosopran.

Orgelwerk

Präludium und Fuge für Orgel in h-Moll (BWV 544) - etwa 1730 fertigte Bach die Reinschrift dieses großen Werks an. Im Präludium wechseln vollstimmig schwingende Partien mit Pedal und dreistimmige ohne Pedal (als Fugato gearbeitet) einander ab. Die Fuge über ein ruhiges, in sich kreisendes Thema nimmt im Mittelteil eine Wendung ins figürlich Spielerische; doch fährt im Schlussteil ein neuer Kontrapunkt herab wie ein Strahl und steigert die Wirkung der Fuge zur Größe des Präludiums.