Termin

7. September 2008, 17 Uhr in der Neustädter Kirche

Ausführende

Jacqueline Treichler, Sopran / Götz Phillip Körner, Tenor / Michael Jäckel, Bass
Kammerorchester St. Johannis, Kantorei St. Johannis
Leitung: Lothar Mohn

Orgel: Prof. Cornelius Schneider-Pungs

Predigt: Pastorin Martina Trauschke

Kantate im September 2008

Hortensien

Christus, der ist mein Leben

Bachs Kantate "Christus, der ist mein Leben" (BWV 95), komponiert zum 12. September 1723, wirft - wie andere Werke Bachs mit ähnlichem Text - die Frage auf: Was ist es um die so genannte "Todessehnsucht" in Text und Musik?

Besetzung

Sopran-, Tenor- und Baß-Solo

vierstimmiger gemischter Chor

Horn

Oboe I, II

Streicher

Basso continuo

Sieht man das Libretto genauer an, so wird man zutreffender von "christlicher Sterbefreude" sprechen - denn dieser wie andere Texte ist bezogen auf die Paulusworte aus Philipper 1: "Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn... Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein". Bach schreibt eine vielgestaltige Musik und verarbeitet darin nicht weniger als vier Choralstrophen, die ihm der Librettist vorgegeben hatte.

Orgelwerk

Passacaglia c-Moll (BWV 582): Dieses frühe, wohl unter Buxtehudes Einfluss entstandene Orgelwerk beginnt mit einem raumgreifenden Thema im Pedalbass. In den folgenden 20 Variationen nimmt die Bewegung nach und nach zu, bezieht schließlich das Thema mit ein - und lässt es ab Variation 11 im Sopran erscheinen, von wo es über Alt und Tenor in den Bass zurückkehrt. Eine Fuge über die erste Hälfte des Themas beendet mit großer Steigerung zum Schluss hin das Stück.