Termin

2. November 2008, 17 Uhr in der Neustädter Kirche

Ausführende

Claudia Erdmann, Alt / Rafael Brandenburger, Tenor / Michael Jäckel, Bass
Kammerorchester St. Johannis, Kantorei St. Johannis
Leitung: Lothar Mohn

Orgel: Kantor Dietmar Zeretzke

Predigt: Landesbischof i. R. D. Horst Hirschler (Loccum)

Kantate im November 2008

Holunderbeeren

O Ewigkeit, du Donnerwort

Als "Dialog zwischen Furcht und Hoffnung" hat Bach selber seine Kantate "O Ewigkeit, du Donnerwort" (BWV 60) bezeichnet. Damit ist ihr Thema angegeben: jener seelische Zwiespalt, der auch einem Christen angesichts des eigenen Sterbens nicht erspart bleibt.

Besetzung

Alt-, Tenor- und Baß-Solo

vierstimmiger gemischter Chor

Horn

Oboe d'amore I, II

Streicher

Basso continuo

Die Stimme der Furcht (Alt) ist von der der Hoffnung (Tenor) nicht zu überzeugen, obwohl diese durchaus christliche Argumente vorbringt. Erst als eine dritte auf den Plan tritt, "eine Stimme vom Himmel: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an" (Offenbarung 14,13), die Bach als Vox Christi (Bass) vertont, klingt die Furcht ab. Darauf folgt jener Choral "Es ist genug", den Alban Berg 1935 in sein Violinkonzert aufnahm.

Orgelwerk

Toccata und Fuge F-Dur für Orgel (BWV 540): Ein Riese! Der Aufbau in Stichworten: Zweimal ausgedehnter Kanon mit anschließendem Pedalsolo über Thema I - Akkordschläge - Thema II - danach konzertantes Wechselspiel in kühnster Harmonik. Die Fuge ist eine Doppelfuge, deren Themen erst einzeln vorgestellt, danach kombiniert werden.